Donnerstag, 10. Dezember 2009

In der Weihnachtsbäckerei Teil 2

Zum Glück gibt es noch Fachhändler. Über die Werbekampagnen des blaue-orangen Riesen Saturn kann man sich ja streiten, aber der Service in meinem Fall war klasse. Ich habe ja letzte Woche von meiner Misere mit dem Tefal-Mixer geschrieben. Der Kassenbon ist nicht mehr aufgetaucht, aber ich habe gestern trotzdem einen kompletten neuen Mixer mit allem Zubehör bekommen. Und der wurde heute direkt auf Herz und Nieren geprüft! Den Test mit dem Zimtsternteig hat er sehr gut bestanden, übrigens dieses mal ein Severin.
Wer auch Lust auf leckere Zimtsterne hat, der vermenge
500g fein gemahlene Mandeln mit
300g Puderzucker und
je 3 TL Honig und Zimt.
Dann schlage man 2 Eiweiß kurz an, so, dass sie schäumen, aber nicht fest werden.
Den Eischaum unterheben und Teig kneten (am besten mit den Händen, wirkt erstmal recht trocken).
Den Teig zwischen zwei lagen Backpapier ca. einen Zentimeter dick ausrollen und Sterne ausstechen. Schließlich weitere 100g Puderzucker mit einem dritten Eiweiß zu einem dickflüssigen Gebapse verrühren und die Sterne dick bestreichen. Das ganze bei 150° C 12-15 Min. backen, bis der Guss schön hart ist, die Kekse aber noch nicht. Viel Spaß!
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Mittwoch, 2. Dezember 2009

In der Weihnachtsbäckerei...

 

...gibt es manche Ärgerei. Z.B. dieser Mixer von Tefal. Letztes Jahr erst zu Weihnachten bekommen, heujahr schon kaputt. Die Schlegel haben sich gerade beim Versuch, Schokoladenbrot zu backen, verabschiedet. Doofer Plastikkram! Was mach ich nun mit dem halben Teig? Erstmal auf die Tefal-Homepage, in der Hoffnung auf Service. Es empfängt mich die Flash-Ani "Qualität zahlt sich aus". Haha, dreimal laut gelacht denke ich mir. Klicke mich zum Kundenservice durch. Servicestellen in ihrer Nähe? Fehlanzeige. Fachhändler sollen lt. Homepage "qualifizierten Service" bieten. Also suche ich hier den nächsten. Erste Nummer ist nicht vergeben. Treffer 2 und 3 sind nicht mehr hier in Münster. Treffer 4 ist in Münster, der WMF-Laden. Nach einem Anruf stellt sich heraus, dass diese seit 10 (!) Jahren keine Tefal-Artikel mehr verkaufen. Hallo? Wie ungepflegt kann eine Händlerdatenbank denn bitte sein?
Ich rufe also direkt bei Tefal an, muss mich schon etwas zusammenreißen. Die Dame am Fon (unglaublich, aber es war keine 0190-Nummer, sondern tatsächlich eine normale Ortsvorwahl) erklärt mir allerdings nur, dass ohne Kassenbon gar nichts machbar ist. Pf, danke, aber das wusste ich auch, dass in den Garantiebedingungen steht "2 Jahre ab Kaufbeleg". Dass die Produkte von Tefal ihr Qualitätsversprechen nicht einhalten, war ihr wohl ziemlich egal.
Jetzt hoffe ich, dass das Christkind den Beleg noch hat... Den Teig musste ich gezwungenermaßen mit Schneebesen und Teigschaber fertig rühren. Dabei noch was lustiges festgestellt: Wenn man Blockschokolade raspelt, sind die Raspel elektrostatisch geladen und "fliegen" an den Rand einer metallenen Schüssel.
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Montag, 9. November 2009

Xavier und evangelisch?

Auf evangelisch.de ist ein recht kritischer Beitrag über "Xavier und das Christ-Sein" erschienen.

Ganz so würde ich das nicht sehen.
Ich finde nicht, dass Xavier "die Botschaft des Evangeliums von ihren Inhalten entkleidet und sie mainstreamfähig macht". Umgekehrt würde ich sagen, dass er den Inhalt der Botschaft des Evangeliums in neue Worte packt und sie damit mainstreamfähig macht. Fast alle "Liebeslieder" von ihm sind doppeldeutig auch auf die Liebe Gottes zu beziehen.
Z.B. "Sie ist Nicht von dieser Welt, die Liebe, die mich am Leben hält" - viel eindeutiger zweideutig geht es ja kaum.
Oder "Wann fängt das Leben an, das(s!) ich mit dir Leben kann [...] Du hast mich berührt und Du hast mich gesegnet ich wurde geführt und ich bin Dir begegnet" - Wenn das mal kein Lobpreis ist.
"Ich warte bist du kommst" spricht auch unheimlich deutlich vom kommenden Reich Gottes. Und dabei geht es ihm sicher nicht um Effekte. Schon in Armageddon auf dem ersten Söhne Mannheims Album wird doch deutlich, dass es tatsächlich um ein Wachrütteln geht.

Ist es nicht die Aufgabe von Christen, die Inhalte des Evangeliums in eine Sprache zu bringen, die ankommt? Ich glaube einigen Pfarrer und Pfarrerinnen würde es sehr gut tun, wenn sie sich ein bisschen was von Xavier und anderen Zeitgenossen abgucken würden, was moderne Versprachlichung der frohen Botschaft angeht.

Freitag, 23. Oktober 2009

Die Offene Bibel


Hallo,

die Offene Bibel ist ein tolles Projekt, das noch viel zu wenige Leute kennen. Es geht dabei darum, eine Bibelübersetzung unter einer freien Lizenz zu erstellen, die dann frei verwendet werden darf. Sowas gibt es bisher nämlich nicht! Zumindest nicht mit den Ansprüchen, die sich das Team von Offene Bibel gesetzt hat:
Die Studienfassung soll textnah (also in Wortwahl und Satzbau), wissenschaftlich präzise unter Berücksichtigung des Apparates und verschiedener Lesarten entstehen. Dazu kommt eine Lesefassung, die sich zum Vorlesen eignen soll und eher ein "schönes" Deutsch anstrebet, dafür auch mal die hebräische Syntax verlassen darf und ganz im Sinne Luthers Maxime "Dem Volk aufs Maul schauen" aktuelle, sinngemäße Bilder und Metaphern verwenden.

Das ganze läuft als Wiki, sodass man super über Texte in Diskussion kommen kann. Außerdem sind auch Anmerkungen in Fußnoten zu bestimmten Wörtern möglich. Wer von euch also Griechisch und/oder Hebräisch beherrscht, ist herzlich eingeladen, beim Übersetzen mitzumachen. Aber auch Menschen, die des Hebräischen und Altgriechischen nicht mächtig sind, können viel mithelfen: Bei der Erstellung der Lesefassung ist Alltagssprache gefragt, Administrative Tätigkeiten müssen getan werden, PR-Arbeit, und und und...

Und es macht echt Spaß, ich war richtig "erfüllt", nachdem ich die ersten zwei Verse eingestellt hatte ;-)
In diesem Sinne: feel welcome.

www.offene-bibel.de

Mittwoch, 19. August 2009

Ablass für alle!

Hallo,

lange war es still hier. Das hat damit zu tun, dass ich einfach unglaublich viel zu tun hatte. Auch jetzt gibt es keinen Roman, sondern nur einen kleinen Link-Tip: http://hpd.de/node/5477 ist m.E. mal lesenswert. Ich bearbeite grad Luthers Kritik am Ablass, die fast 500 Jahre alt ist - und war geschockt, wie brandaktuell das Thema durch unseren PapaRatzi wieder oder immernoch ist.

LG

Montag, 26. Januar 2009

Sugarhill Gang vs. Kohelet

Hi,

mir ist gerade aufgefallen, dass die Sugarhill Gang eine "Predigt" aus Kohelet aufgreift:

In Rapper's Delight rappen die Jungs folgendes:
It was the best advice, that I ever had
It came from my wise dear old dad
He said: sit down punk, I wanna talk to you
And don't say a word until i am through!
Now there's a time to laugh, a time to cry,
A time to live and a time to die,
A time to break and a time to chill,
To act civilized or act real ill.
Das erinnert mich doch stark an Prediger 3!

Dienstag, 20. Januar 2009

"Mist"wetter in den USA

Nur ein kleiner Screenshot, der mich gerade schmunzeln ließ:

Montag, 19. Januar 2009

LXX.D


Das ist mal was für Übersetzungsmuffel!
Andererseits wird es für Studierende auch ein Anreiz sein, an wichtigen Stellen, in denen sich die LXX von der BHS unterscheidet doch mal in den griechischen bzw. hebräischen Urtext zu schauen, oder?

LG


Bild: http://www.uni-muenster.de/NTTextforschung/Handschriften_Bibelmuseum.html HS 676, Teil J, S. 154

Mittwoch, 14. Januar 2009

Guns'n'Roses - Was haben Jay-Z und Anselm Grün gemeinsam?

Hallo!

Lange war es hier ruhig, aber vorhin hatte ich mal wieder einen interessanten Gedankengang, den ich euch nicht vorenthalten möchte:
Was haben Jay-Z und Anselm Grün gemeinsam?
Äußerlich nicht viel. Aber kennt ihr das Lied "Guns & Roses" von Jay-Z mit Lenny Kravitz?
Der Refrain lautet da
"Life is all about Guns and Roses
Bittersweet like friends and foes
Some get left behind, some get chosen
Just like life, Guns and Roses"

frei übersetzt:

Es dreht sich alles um Gewalt und Liebe,
Bittersüß wie Freunde und Feinde,
Manche werden zurückgelassen, manche erwählt
eben wie's Leben, Gewalt und Liebe.

Und was hat Pater Anselm Grün damit zu tun?

Er hat ein Buch geschrieben "Kämpfen und Lieben", in dem Männer aus der Bibel portraitiert werden. Das an sich ist ja noch nichts besonderes, aber dort geht es auch um Guns and Roses - Er portraitiert nämlich ganz bewusst nicht objektiv-erschöpfend, sonder versucht alles zwischen den beiden Polen "Lieben" und "Kämpfen" einzuordnen. Das so entstehende vermeintlich "flache", da 2-dimensionale Bild von König Salomo, als Beispiel, kann uns offenbar mehr lehren als der (von vornherein zum scheitern verurteilte) Versuch, diese Figuren objektiv darzustellen.

Das Ergebniss ist ein leicht zu lesendes Buch, das zum weiteren Nachdenken anregt.
Und wer Lust hat, kann dabei Jay-Z und Lenny Kravitz hören - Die haben das mit den zwei Polen auch ohne psychologische Studien erkannt.